Capoeira mit Kampf und Rhythmus zum Sportjugendleiter

19.03.2010

Capoeira - was ist das?

Capoeira mit Kampf und Rhythmus zum Sportjugendleiter
Mit vielen Erwartungen, neugierig was auf uns zukommt und gut gelaut fuhren wir nach Niederöblarn - mit einer neuen (Sportunions) Familie kamen wir nach Wolfurt zurück.  Für uns war das ein ganz tolles Wochenende - wir werden sicherlich weitere SU Kurse besuchen.    Raphaela und Melanie

"Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren." (Bertolt Brecht)

Jugendleiterfortbildung Zweikampf/ Capoeira/ Rhythmik
Spannung in der "Roda" !
Capoeira - Alle, die sich bei diesem Begriff einen brutalen Kampfsport vorstellten, wurden bei der Jugendleiterfortbildung vom 20. – 21. März 2010 eines besseren belehrt. Unser „Mestre“ Christian Doppler führte uns in die Basics des afro-brasilianischen Kampftanzes Capoeira auf beeindruckende Weise ein.
Um das Eis zu brechen und uns auf die nachfolgende Belastung einzustellen, stand die erste Einheit im Zeichen der Rauf- und Berührungsspiele. Nebst Klassikern wie „der Waschstraße“, bei der die letzten Berührungsängste verflogen, brachte Christian uns auch ein großes Repertoire an Fallschulungsübungen und Stützkräftigungsübungen bei.
Als krönenden Abschluss der ersten Einheit präsentierten wir die erlernten Techniken einer selbstverwirklichten Choreographie. Bei diesem heiteren Schauspiel wurde so manch theatralisches Talent unter den Jugendfunktionären entdeckt.
Frisch gestärkt mit einem 3-Gänge-Menü ging es am Nachmittag ins Freie, wo wir unter strahlendem Sonnenschein den Capoeira Grundschritt Ginga übten. Kurz darauf erzählte uns Christian im Grimming Saal noch einiges über die Entstehungsgeschichte und Entwicklung der Capoeira.

Im „Grande Finale“ brachte uns Christian die Verteidigungs-, Ausweichs- und Angriffsformen näher wie zum Beispiel die Decida básica und die Esquiva de frente.
Ganz wichtig ist in der Capoeira die Unterscheidung zwischen Capoeira Angola (traditionelle, langsame Bewegungen) und Capoeira Regional (Akrobatikelemente, Tricking).

Das Highlight der Fortbildung war die sogenannte Roda, bei der alle Teilnehmer einen Kreis bildeten und jeweils zwei Personen in der Mitte zusammen Capoeira spielten (darunter versteht man das Agieren zwischen den beiden Personen im Kreis). Rhythmische Begleitung erfolgte durch das „Berimbau“, eines der ältesten Streichinstrumente der Welt, das seine Ursprünge in Afrika hat.  „Mestre“ Christian beeindruckte uns mit seiner Beherrschung des Berimbau, die er während seines Auslandsstudiums in Brasilien erlernt hat.

Wir danken ihm für diese bereichernde und lehrreiche Einführung in einerseits sehr anspruchsvolle aber andererseits sehr ästhetische Kampfkunst. (Martin Gleb)

Wir URCWler hängen noch ein Danke an.
Schön, dass unser Verein immer wieder für Neues offen ist und uns solche Fortbildungen ermöglicht.